Wissen · Prüfauftrag
Chatbot gibt falsche Auskünfte? So lassen Sie ihn prüfen
Wenn Ihr Chatbot falsche Auskünfte gibt, hilft kein gelegentliches Ausprobieren. Ein unabhängiger Prüfer stellt dem Bot verdeckt echte Kundenanliegen, gleicht jede Antwort mit Ihren verbindlichen Quellen ab und zeigt, wo er Preise, Fristen oder Bedingungen erfindet. Genau das macht der ChatbotChecker der BMB Deutschland GmbH, vor und nach dem Livegang.
Verdeckt aus Kundensicht · Mystery-Calling-Praxis seit 1998
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Anzeichen
Woran erkennen Sie, dass Ihr Chatbot falsche Auskünfte gibt?
- Kunden rufen nach dem Chat anund fragen nach, weil die Antwort des Bots nicht zu ihrer Rechnung, ihrem Vertrag oder der Website passt.
- Mitarbeitende korrigieren den BotIm Service fällt der Satz „Das hat Ihnen der Chat falsch gesagt“ häufiger, als es jemand dokumentiert.
- Nach Änderungen stimmt etwas nicht mehrNeue Preise, Fristen oder Tarife sind auf der Website, der Bot nennt noch die alten.
- Dieselbe Frage, unterschiedliche AntwortenJe nach Formulierung liefert der Bot widersprüchliche Auskünfte zum selben Thema.
- Beschwerden über ZusagenKunden berufen sich auf Rabatte, Kulanz oder Termine, die es so nie gab.
Ein Punkt davon reicht, um genauer hinzusehen. Kennzahlen aus dem Chatprotokoll zeigen solche Fehler selten, weil das Gespräch formal als erfolgreich gilt.
Ursachen
Warum gibt ein Chatbot falsche Auskünfte?
Falsche Auskünfte haben meist eine von vier Ursachen. Für die Abhilfe macht das einen großen Unterschied.
Halluzination
Fehlt eine belastbare Information, füllt das Sprachmodell die Lücke mit einer plausibel klingenden Erfindung. Mehr dazu: Chatbot-Halluzinationen.
Lückenhaftes Wissen
Die Wissensbasis ist unvollständig, veraltet oder widersprüchlich. Der Bot gibt dann korrekt wieder, was falsch hinterlegt ist.
Zu viel Gefälligkeit
Der Bot übernimmt eine falsche Behauptung aus der Kundenfrage, statt ihr zu widersprechen. Im lockeren Probechat wirkt das hilfsbereit.
Manipulation
Über gezielte Eingaben, sogenannte Prompt Injection, lässt sich ein Bot zu Aussagen bringen, die er nie machen dürfte.
Haftung
Haftet ein Unternehmen für falsche Auskünfte seines Chatbots?
Das Oberlandesgericht Hamm hat mit Urteil vom 12.05.2026 (Az. 4 UKl 3/25) die Aussagen eines Chatbots dem Unternehmen zugerechnet, das ihn betreibt, auch die falschen. Geklagt hatte ein Verbraucherverband auf Unterlassung irreführender Angaben: Der Chatbot hatte die Qualifikation der behandelnden Ärzte falsch dargestellt. Das Argument, der Bot sei nur ein unverbindliches Hilfsmittel, ließ das Gericht nicht gelten. Den Volltext finden Sie bei der Justiz NRW (nrwe.justiz.nrw.de).
Für Betreiber heißt das: Was der Bot sagt, ist eine Aussage des Unternehmens. Hintergründe und internationale Fälle stehen auf der Seite Chatbot-Haftung.
Prüfauftrag
Wie prüft man, ob ein Chatbot falsche Auskünfte gibt?
Ein paar Probefragen zeigen, ob die Antworten passend klingen. Ob sie stimmen, zeigt erst ein strukturierter Test mit einem festen Maßstab. So läuft er beim ChatbotChecker:
- 1Maßstab festlegenPreise, Fristen, Bedingungen und Zuständigkeiten aus Ihren verbindlichen Quellen wie Website, AGB und Produktdaten bilden die Referenz.
- 2Testfälle aus echten AnliegenSachfragen, Präzisionsdruck, eingestreute falsche Behauptungen und Fragen außerhalb des Wissens des Bots.
- 3Verdeckte TestdialogeEin geschulter Checker führt die Gespräche auf der echten Website wie ein Kunde, ohne Zugriff auf die Konfiguration. Grundlage sind 10 intensive Dialoge mit bis zu 10 Turns.
- 4Jede Antwort bewertenRichtig, unvollständig, erfunden oder ehrlich abgelehnt, mit Fundstelle im Dialog und Einordnung der Folgen. Die Bewertung folgt den 24 Kriterien des CQI in vier Dimensionen: Fachkompetenz & Problemlösung, Gesprächsführung & Effizienz, Empathie & Personalisierung, Vertrauen & Klarheit.
- 5Sicherheit gesondert prüfenWie leicht lässt sich der Bot per Prompt Injection zu falschen Zusagen bringen? OpenAI selbst bezeichnet Prompt Injection als voraussichtlich nie vollständig lösbar (Dez. 2025). Umso wichtiger ist zu wissen, wie anfällig der eigene Bot ist. Das Ergebnis steht getrennt von der Servicenote.
- 6Ergebnis und WiederholungstestSchulnote mit priorisierten Maßnahmen: wo Wissen fehlt, was der Bot nicht beantworten darf, wann er an Menschen übergibt. Nach der Nachbesserung läuft dieselbe Sequenz erneut.
Die Gesprächslogik im Detail beschreibt der Beitrag Mystery-Testing für Chatbots. Leistungsumfang und Preise: Chatbot-Audit.
Bis zum Ergebnis
Was können Sie sofort tun?
Themen eingrenzen
Verbindliche Themen wie Preise, Vertragsbedingungen oder rechtliche Fragen vorerst nur mit Verweis auf die Quelle beantworten lassen.
Übergabe sichern
Bei Unsicherheit an einen Menschen übergeben lassen, mit dem bisherigen Gesprächsverlauf.
Wissen aktualisieren
Die Wissensbasis nach jeder Preis- oder Tarifänderung prüfen und Widersprüche bereinigen.
Ehrlichkeit erlauben
„Das kann ich nicht sicher sagen“ ist besser als eine erfundene Antwort. Der Bot muss das sagen dürfen.
Diese Schritte senken das Risiko. Wo der Bot tatsächlich danebenliegt, zeigt erst der Test von außen.
Häufige Fragen
Falsche Chatbot-Auskünfte — FAQ
Unser Chatbot gibt falsche Auskünfte. Wer kann das professionell prüfen?
Haftet ein Unternehmen für falsche Auskünfte seines Chatbots?
Warum gibt ein Chatbot falsche Auskünfte?
Sollte man einen Chatbot vor dem Livegang testen?
Wird auch Prompt Injection geprüft?
Was kostet die Prüfung?
Wissen Sie, wo Ihr Chatbot danebenliegt?
Verdeckter Test aus Kundensicht, jede Antwort gegen Ihre verbindlichen Quellen geprüft — als nachvollziehbare Schulnote mit konkreten Maßnahmen.
Chatbot prüfen lassenAblauf, Prüfumfang und Preise: Chatbot-Audit →